Tierische Stunden

Die wahren Genies unter den Programmplanern der Öffentlich-Rechtlichen Fernsehanstalten werden in den 3. Programmen versteckt. Was Kritiker dem Ersten so oft absprechen - in seinen Dritten lässt die ARD die Redakteure tatsächlich noch an innovativen und nachhaltigen Formaten basteln. Wer einigermaßen geschickt mit der Fernbedienung umzugehen weiß, kann in der laufenden Woche bis zum 15. Dezember 2017 wochentags zwischen „Wolf, Bär & Co“, „Elefant, Tiger & Co“, “Giraffe, Erdmännchen & Co”, “Nashorn, Zebra & Co”, “Panda, Gorilla & Co”, “Leopard, Seebär & Co” und “Seehund, Puma & Co" tierische Stunden in den Dritten verleben. Wobei es beim Hin- und Herschalten zwischen den diversen Programmen immer wieder passieren kann, dass man gute Bekannte auch auf anderen Kanälen wiedersieht, oft mehrmals täglich: So taucht der Wolf samt Bär & Co außer im HR auch im WDR auf. Umgekehrt teilen sich beide Sender wertvolle Erkenntnisse über Giraffe, Erdmännchen und Co. Der BR wiederum achtet peinlich genau darauf, dass das neueste über Panda, Gorilla & Co ausschließlich im eigenen Sendegebiet verbreitet wird. Immerhin lässt man die bayrische Zuschauergemeinde aber noch Nashorn, Zebra & Co in Augenschein nehmen – offenbar der Renner unter den Tierformaten, der zugleich auch von SWR, RBB und NDR ausgestrahlt wird. Aus nicht leicht erkennbaren Gründen behält sich der SWR vor, exklusiv über Seehund, Puma & Co zu berichten, während der benachbarte HR, ebenfalls exklusiv, alles über Leopard, Seebär & Co für sich und seine Zuschauer zum Besten gibt. Von Elefant, Tiger & Co dürfen sich dagegen gleich die vereinigten Zuschauergemeinden von WDR, MDR und RBB beglücken lassen.Der Erfolg gibt den mutigen Programmmachern dieser Formate offenbar recht. Hinter vorgehaltener Hand lässt man durchblicken, man sei zunächst völlig überrascht gewesen von der positiven Zuschauerresonanz. Gezielte Befragungen des Publikums hätten dann aber ergeben, dass es offenbar ein weit verbreitetes „& Co“-Gen unter den Zuschauern gebe. Formate mit dem Et-Zeichen & weckten nachweislich die Neugier der Zuschauer, wenn anschließend das unbestimmte „Co“ folge. „Hier wird eine Erwartungshaltung ausgelöst, der sich kaum jemand entziehen kann“, verriet uns ein stolzer Programmmacher.Aus gut unterrichteten Kreisen ist zu erfahren, dass schon an weiteren Formaten nach diesem Erfolgsrezept getüftelt wird. „Döner, Falafel & Co“ soll bald als Pilot vom WDR auf Sendung gehen, beim BR arbeitet man derweil schon am landeseigenen Pendant: Arbeitstitel „Weißwurst, Haxe & Co“. Wir warten mit knurrendem Magen!

12.12.17 12:51, kommentieren

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Manchmal...

Manchmal gibt es eine Gerechtigkeit jenseits der Justiz: Hoeneß erstmals wieder im Stadion - Bayern verliert! roterbote meint: Weiter so!

3.3.16 07:38, kommentieren

Wanderer, kommst du nach Heidelberg...

so meide in der Altstadt das Gasthaus "Weisses Rössl". Zwar hat man vor Jahren die Traditionsgaststätte renoviert und angeblich eine Prise "Dolce Vita" hinzugefügt, doch auch als Cavallino Bianco macht sich das Haus allenfalls der Rosstäuscherei schuldig. So bot die Küche am ersten Maiwochende "Kalbsrouladen" an, die sich für den Gast praktisch als ungeniessbar erwiesen - statt Kalbfleisch handelte es sich um ein Gemisch aus Sehnen und Fett. Eine Beschwerde beim Kellner brachte lediglich zu Tage, dass es sich um "Kalbsbauchrouladen" handele, das stehe leider nicht auf der Karte, sei nun aber mal so. Punkt. Fehlte nur noch der Satz: "Der Kunde schätzt das..."

Selig die Zeiten, als Speisekartenbeschrifter Pater Peppert noch mit lyrischen Hinweisen vor solchen Lokalitäten warnte. So hinterließ er seinerzeit auf der Karte der Ristorante-Pizzeria Kneseback in Berlin den Spruch: "Wie einsam ist's im tiefen Wald, die Gulaschsuppe hier ist kalt." Und auch seine Warnung auf der Speisekarte des Münchner Matthäser-Kellers bewahrte manchen Gast vor einer herben Enttäuschung: "Im Tale grünet Hoffnungsglück, das Schnitzel hier ist klein als Stück." In diesem Sinne: "Nennt sich auch das Rössl weiß, Rouladen hier sind einfach...Mist!"

1 Kommentar 13.5.10 17:13, kommentieren

Das Klirren der Herzen beim Brechen beim Abstieg

Egal wie das rheinische Derby am Samstag ausgeht: Am Ende werden wir in Köln vom Niederrhein her das Klirren der Herzen beim Brechen beim Abstieg der Fohlenelf hören. Dass die Gladbacher so tief im Keller stehen, hat vor allem mit einer maßlosen Selbstüberschätzung zu tun, der sich Vereinsführung wie Fans gleichermaßen nach dem Aufstieg hingaben. Während in beim FC mit Geschick und auch einer Menge Geld gleich mehrere Hochkaräter für zentrale Positionen verpflichtet wurden und die Mannschaft so den entscheidenden Zuwachs an Qualität erfuhr, gab man sich in Gladbach dem Wahn hin, mit der Aufstiegself auch in Liga 1 bestehen zu können. Ein Trugschluss, der die Borussen tief in den Tabellenkeller führte, den Aufstiegstrainer und Manager den Job kostete und die halbe Mannschaft über Bord gehen ließ. Aus Köln sagen wir dazu: Et kütt wie et kütt! Wir freuen uns jedenfalls, dass eine neu formierte Gladbacher Mannschaft im kommenden Jahr wieder um den Aufstieg kämpfen darf.

1 Kommentar 11.3.09 16:41, kommentieren

roterbote - das online-zentralorgan

Kurz und bündig: roterbote ist wieder da - jetzt online - und wir haben Euch im Auge...Wartet's ab!

1 Kommentar 7.8.07 10:42, kommentieren